Mit mehr Sport zu fitteren Kindern

Published15. Juli 2022

AuthorMartin Balasus

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Alarmiert zeigt sich Martin Balasus, bildungs- und sportpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion durch den Arztreport der Barmer Krankenkasse. Nach diesem Papier leiden immer mehr Kinder und Jugendliche in Schleswig-Holstein an krankhaftem Übergewicht. Laut Erhebungen der Barmer diagnostizierten schleswig-holsteinische Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2020 bei rund 18.800 Kindern und Jugendlichen unter 20 Jahren Adipositas. Im Jahr 2010 seien es mit rund 16.800 noch gut 2.000 weniger gewesen. Das entspreche einem Anstieg von rund zwölf Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Martin Balasus: „Ich teile die Einschätzung der Kasse, dass ungünstige Ernährung und Bewegungsmangel übergewichtsfördernde Alltagsgewohnheiten sind. Schleswig-Holstein wird handeln. Das haben wir im Koalitionsvertrag bereits festgelegt.“

Balasus verwies auf entsprechende Ankündigungen im Koalitionsvertrag: „Wir wollen eine Bewegungsoffensive in den Kindertagesstätten auf den Weg bringen. Zudem wollen wir das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung verbessern. Die Kooperationen mit außerschulischen kulturellen Einrichtungen wollen wir ausbauen und stärken.“

Bewegung und Gesundheit können gerade in Schulen hervorragend gestärkt werden. „Wir setzen uns dafür ein, gesundheitsfördernde Maßnahmen wie gesunde Ernährung, die sich an den Qualitätsstandards für die Verpflegung in Schulen der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientiert, ausreichend Bewegung, insbesondere durch mindestens eine Bewegungsstunde pro Woche, und Prävention in den Ganztag zu integrieren“, zitierte Martin Balasus aus dem Koalitionsvertrag. Insbesondere für Perspektivschulen, also Schulen mit besonderen Herausforderungen, werden Fördermittel für neue Projekte und Kooperationen zur Verfügung stehen, zusätzliche Sportangebote sollten deshalb möglich sein.
Auch das Vorhaben, dass jedes Kind bis zum Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen lernen soll, sei ein Element für die bessere Gesundheit der Kinder zu sorgen. Angestrebt sei in diesem Zusammenhang, mehr Lehrkräfte als bisher für die Schwimmausbildung zu qualifizieren.

Im Ganztagsbereich, auf den es ab 2026 einen Anspruch geben soll, seien Kooperationen zwischen Schulen und Sportverbänden sowie -vereinen als sinnvolle Beiträge vorgesehen. „Solche alarmierende Studien sind sicherlich auch für engagierte Lehrerinnen und Lehrer Motivation, pädagogische Wege zu finden, Bewegung stärker in das übliche Unterrichtsgeschehen einzubinden – und sei es mit kleinen Schulhof-Übungen in der Pause auf dem Schulhof“, so Balasus.

Martin Balasus ließ aber auch die Eltern nicht aus der Verantwortung: „Dies alles sind gute Ansätze, Kinder an Sport und gesunde Ernährung heranzuführen. Doch dabei darf man nicht stehen bleiben. Denn Schule und Kita können unmöglich erfolgreich sein, wenn das Gelernte in den Familien nicht vorgelebt wird. Eltern müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und einen gesunden Lebensstil prägen – ganz so, wie es auch die Krankenkasse fordert.“

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