Kindesglück und Lebenskunst unterstützen!

Published22. August 2023

AuthorMartin Balasus

Views206

CDU-Landtagsabgeordneter bei Verein, der sich um Kinder und Erwachsene in deren schwersten Stunden kümmert

„Segensreich.“ Auf diesen knappen Nenner brachte der CDU-Landtagsabgeordnete Martin Balasus die Arbeit des Vereins „Kindesglück und Lebenskunst“, bei dem er gemeinsam mit dem CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Holms Jörn Krause vorbeischaute. Leena Molander und Dörthe Bräuner, die Initiatorinnen und treibenden Kräfte des Vereins, erläuterten den beiden, wie ihr Wirken mit professioneller Unterstützung bei schwerer Erkrankung und in der Trauer für Betroffene, Kinder und ihre Familien abläuft – und welche Sorgen sie haben.

In gleich drei Altersgruppen werden Jungen und Mädchen betreut, deren Vater oder Mutter unter schweren Krankheiten leiden, bei denen ein Überleben unwahrscheinlich bis aussichtslos ist. Altersgemäß werden die Kinder pädagogisch „abgeholt“, sie werden mit Tod und Trauer vertraut gemacht, die in der modernen Gesellschaft nur allzu leicht an den Rand geschoben werden. Ob per Handpuppen, per Lego-Bauset oder auf andere kindgerechte Weisen nähern sich die Jungen und Mädchen mit feinfühliger Begleitung durch fachkundige KuL-Mitarbeiterinnen den traurigen Ereignissen. Das Ziel: die Verarbeitung des Unglücks, so dass Traumata aufgearbeitet und Folgeschäden möglichst geringgehalten werden können. Die Beschreibung „segensreich“ trifft dabei gleich doppelt, denn nicht nur wird den Kindern direkt geholfen, auch die Gesellschaft wird gestärkt, weil so mögliche Konsequenzen wie Schulverweigerung oder auch Drogenkonsum vorgebeugt wird. Geboten wird auch ein Erfahrungsaustausch für betroffene Eltern.

Trauergruppen werden nicht nur für Kinder, sondern auch für junge und ältere Erwachsene angeboten, die ihre Kinder verloren haben oder auch die unter dem Suizid eines lieben Menschen leiden. Um Insgesamt 130 Familien aus dem gesamten Kreisgebiet haben sich die neun Mitarbeiterinnen allein im Jahr 2022 gekümmert. Sie sind Ansprechpartnerinnen für Schulen, Behörden und andere Institutionen. Gemeinsam mit der Krebsberatung des Kreises Pinneberg und dem Hospizdienst bildet KuL eine wichtige Säule im Beratungszentrum an der Gorch-Fock-Straße.

Doch die Arbeit ist in Gefahr. KuL finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Einnahmen daraus sind durch Corona und die Wirtschaftskrise zusammengebrochen. Noch sind Reserven da, um die kompetenten Beraterinnen, Pädagoginnen und Psychologinnen zu finanzieren – doch bald werden sie aufgebraucht sein. Deshalb schickten die beiden Vereinsgründerinnen einen Hilferuf. „Wir können nichts versprechen, aber natürlich werden wir alles in Bewegung setzen, um die Finanzierung zu stärken“, sagten Martin Balasus und Jörn Krause.

Neueste Beiträge
Beiträge durchsuchen
Teilen Sie diesen Artikel!