Besuch beim Sozialverband: Gemeinsam statt einsam!

Published18. Juni 2022

AuthorMartin Balasus

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Wir sind uns einig.

Ich unterstütze die neulich von Ihnen, Frau Tenor-Alschausky in einer Zeitung aufgestellte Forderung, dass Lasten gerecht verteilt werden müssen, zu 100 Prozent.
Denn das Soziale ist nicht nur das Anliegen einer einzigen Partei. Nur heißt es bei den einen „Solidarität“, bei den anderen „Nächstenliebe“, bei den dritten „Mitmenschlichkeit“ – alles drei mündet in der sozialen Tat. Die Starken sollen den Schwachen helfen.

Beim Ziel sind sich zwar alle einig – aber über die Wege, die dahin gegangen werden müssen, gibt es Differenzen. Und alle Seiten haben ihre Argumente und im Vorhinein kann keiner sagen, welche richtig sind:

Ist es der öffentlich geförderte Wohnungsbau, bei dem zwar Sozialwohnungen entstehen, aber nur so lange, wie es vertraglich vereinbart ist. Und das ist nicht ewig, denn nach 10, 20 Jahren fällt die Bindung weg – letztendlich wurde dann nur ein Investor gefördert.

Ist es da nicht besser, mit dem Geld Genossenschaften zu unterstützen?

Oder jungen Familien bei der Bildung von Wohneigentum zu helfen, weil das nicht nur 20 Jahre wirkt, sondern für ein Leben und folgende Generationen?
Die Politik steht vor vielen solcher schwierigen Entscheidungen – und das nicht nur im Sozialbereich!

Leider kann man jeden Euro nur einmal ausgeben, denn es gibt kein unerschöpfliches Füllhorn, sondern nur begrenzte Steuereinnahmen. Und so steht das Soziale immer im Konkurrenzkampf mit anderen Themen.

Und dieser Konkurrenzkampf wird noch weiter zunehmen – Denn wir leben in dramatischen Zeiten: seit über 2 Jahren Pandemie, Krieg mitten in Europa, eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft und nun zeigt noch die Inflation wieder ihre hässliche Fratze.

Was nützt die Rentenerhöhung zum 1. Juli um 5,35 Prozent, wenn die Inflationsrate bei 8% liegt? Warum wurden die Rentnerinnen und Rentner bei der Energiepreispauschale vergessen? Trifft nicht gerade die Inflation die vielen Ruheständler, die ihr Leben lang eisern gespart haben?

Was bedeuten all diese Herausforderungen für die Politik?

Ganz einfach: Sie muss Prioritäten setzen. Und für mich ist die Sache ganz klar. Für mich kommt das Soziale vor vielen anderen Themen.
Manche Berufe machen sich besonders um die Gesellschaft, um die Mitmenschen verdient. Ein Beispiel sind die vielen kompetenten und liebevollen Pflegekräfte, die für mich in ihrem Tun gesellschaftlich außerordentlich wertvoll sind.

Leider ist aber einiges in unserer Gesellschaft aus dem Ruder gelaufen. Bei einem Klatschen wie zum Corona-Ausbruch oder bloßen Lippenbekenntnisse für die vielen Krankenschwestern und –pfleger darf es jedenfalls nicht bleiben.

Manche Personengruppen sollten sich endlich mal wieder besinnen, welche Arbeiten für eine Gesellschaft und ihre Menschen wirklich wertvoll sind.
Ich zähle dazu eindeutig soziale Tätigkeiten. Insofern werde ich mich nach Kräften einsetzen, dort vorhandene Probleme zu lösen.Ich bitte Sie, mir dabei zu helfen, indem Sie mich auf Missstände aufmerksam machen, denn Sie sind tiefer im Thema.

Sie sind die Fachleute, die sich mit bewunderungswürdigem Engagement für die Schwachen einsetzen. Dafür danke ich Ihnen von Herzen – und möchte an Ihrer Seite stehen.

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