Ampel-Bremse beim A20-Bau ist ein Affront gegen norddeutsche Interessen

Published12. April 2023

AuthorMartin Balasus

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Zu dem Beschluss der Bundesregierung, den Weiterbau der A20 nicht als Verkehrsprojekt vorrangigen öffentlichen Interesses zu priorisieren, äußert sich Martin Balasus, CDU-Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Pinneberg-Elbmarschen, wie folgt:

„Dass die Ampel beim Weiterbau der A20 auf die Bremse tritt, ist ein Affront gegen norddeutsche Interessen. Von den 144 priorisierten Verkehrsprojekten kommt kein einziges aus Schleswig-Holstein. Früher hieß es wahrscheinlich nicht zu Unrecht, die Bundesverkehrsminister der CSU hätten Norddeutschland einfach nicht auf dem Zettel und würden nur Projekte in Bayern voranbringen. Nun ist klar: Die Ampel ist keinen Deut besser, im Gegenteil.“

Weiter kritisiert Balasus: „Die Ampel erkennt die Wichtigkeit belastbarer Verkehrsinfrastruktur für das Gelingen der Energiewende nicht. Der Wirtschaftsraum von der Westküste in Nordfriesland und Dithmarschen bis runter zu uns in den Hamburger Kraftgürtel ist eine der entscheidenden Regionen, in denen das Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie neuen Wohlstand schaffen kann. Hier haben wir sauberen Strom, der nicht nur teuer in den Süden transportiert werden soll. Neue Industrieansiedlungen brauchen neben umweltfreundlicher und günstiger Energie aber auch gut ausgebaute Schienen und Straßen, damit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und produzierte Güter schnell und zuverlässig an ihr Ziel kommen.“

„Ich unterstütze, dass sich Ministerpräsident Daniel Günther erneut nachdrücklich bei der Bundesregierung für die Priorisierung der A20 einsetzt. Jetzt müssen Kanzler und Vizekanzler, immerhin beides Norddeutsche, beweisen, dass sie ihre alte Heimat nicht vollkommen vergessen haben“, sagt Balasus abschließend.

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