

Das Land ist ein starker Partner fürs Schwimmen!
Es gilt das gesprochene Wort!
Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen,
es gibt politische Entscheidungen, deren Nutzen sich nicht erst in Gutachten oder
Statistiken erschließt, sondern unmittelbar vor Ort.
Sie wird sichtbar an erleichterten Eltern, fröhlichen Schulkindern, engagierten
Sportlerinnen und Sportlern, beruhigten Mitarbeitern und zufriedenen
Kommunalpolitikerinnen und -politikern.
Dazu gehört die Entscheidung der Landesregierung, 25 Millionen Euro für die
Schwimmstätteninfrastruktur in Schleswig-Holstein bereitzustellen.
Flensburg erhält 4,5 Millionen Euro für die Erweiterung des Campusbades. Husum
bekommt 4 Millionen Euro für den Neubau einer Schwimmhalle. In Laboe wird der
Neubau des Strand-Bades gefördert, in Ratzeburg der Neubau des Aqua-SiWa.
Wedel erhält Unterstützung für den Umbau der Badebucht inklusive eines
Lehrschwimmbeckens. Hinzu kommen 4 Millionen Euro für die Sanierung des
Landesleistungszentrums in Malente.
Damit entstehen rund 1.570 Quadratmeter zusätzliche Wasserfläche für den
Schwimmsport in Schleswig-Holstein, dem Land zwischen den Meeren.
Das ist ein starkes Signal für den Schwimmsport, für die Schwimmausbildung und für
die Sicherheit unserer Kinder. Dafür gebührt Innenministerin Magdalena Finke und
allen Beteiligten ausdrücklicher Dank.
Denn eines eint uns doch alle in diesem Haus: Wir wollen, dass jedes Kind in
Schleswig-Holstein sicher schwimmen lernt. Und genau deshalb handelt diese
Landesregierung!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, gleichzeitig sollten wir die Debatte ehrlich führen.
Ja, der Sanierungsbedarf vieler Schwimmstätten ist erheblich. Ja, zahlreiche Bäder
stehen unter wirtschaftlichem Druck. Ja, mancherorts fehlen Wasserflächen für
Vereine, Schulen und Schwimmkurse.
Aber ebenso klar ist: Bau, Betrieb und Unterhaltung kommunaler Schwimmstätten
sind in erster Linie Aufgaben der Kommunen. Wer heute den Eindruck erweckt, das
Land könne sämtliche Investitionen übernehmen, verschweigt die tatsächliche
Aufgabenverteilung. Die Wahrheit ist doch: Das Land unterstützt die Kommunen so
intensiv wie nie zuvor!
Allein über das IMPULS-Programm sind seit 2015 rund 16 Millionen Euro in 119
Maßnahmen zur Sanierung und Modernisierung kommunaler Sportstätten geflossen.
Über den kommunalen Finanzausgleich stellt das Land Jahr für Jahr weitere 7,5
Millionen Euro für unsere Schwimmstätten bereit.
Mit der Schwimmlernoffensive Schleswig-Holstein wurden zwischen 2019 und 2025
rund 1,6 Millionen Euro investiert. Auch künftig werden DLRG, Schleswig-
Holsteinischer Schwimmverband und DRK-Wasserwacht auf hohem Niveau
unterstützt.
Und nun kommen weitere 25 Millionen Euro aus dem Infrastruktur-Sondervermögen
hinzu. Diese Mittel werden gezielt dort eingesetzt, wo zusätzliche Wasserflächen
entstehen, wo weiße Flecken geschlossen werden und wo Schwimmunterricht sowie
Vereinsarbeit nachhaltig gestärkt werden.
Hinzu kommen die Fördermöglichkeiten des Bundes – etwa über die sogenannte
Sportmilliarde oder das Programm zur Sanierung kommunaler Sportstätten –
Schwerpunkt Schwimmstätten. Auch die Mittel aus dem Sondervermögen – also von
den 62,5 Prozent – können die Kommunen nach eigenen Schwerpunkten einsetzen:
selbstverständlich auch für Schwimmstätten.
Mit anderen Worten: Das Land reicht den Kommunen nicht nur die Hand – es packt
kräftig mit an.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wer die Fakten betrachtet, erkennt: das Engagement
von Landesseite für die Schwimmförderung ist groß.
Erfolgreiche Sport- und damit auch Schwimmpolitik braucht starke Partner: engagierte
Kommunen, ein unterstützendes Land und – wo möglich – auch den Bund. Deshalb
sollten wir weniger darüber diskutieren, wer die Verantwortung auf den anderen
schieben kann.
Entscheidend ist doch, dass wir gemeinsam dafür sorgen, dass Kinder schwimmen
lernen, Vereine gute Bedingungen vorfinden und unsere Schwimmstätten auch künftig
lebendige Orte des Sports, der Gesundheit und des gesellschaftlichen Miteinanders
bleiben.



