Das Land ist ein starker Partner fürs Schwimmen!

Published19. Juni 2026

AuthorMartin Balasus

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Es gilt das gesprochene Wort!

 

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen,

es gibt politische Entscheidungen, deren Nutzen sich nicht erst in Gutachten oder

Statistiken erschließt, sondern unmittelbar vor Ort.

Sie wird sichtbar an erleichterten Eltern, fröhlichen Schulkindern, engagierten

Sportlerinnen und Sportlern, beruhigten Mitarbeitern und zufriedenen

Kommunalpolitikerinnen und -politikern.

 

Dazu gehört die Entscheidung der Landesregierung, 25 Millionen Euro für die

Schwimmstätteninfrastruktur in Schleswig-Holstein bereitzustellen.

Flensburg erhält 4,5 Millionen Euro für die Erweiterung des Campusbades. Husum

bekommt 4 Millionen Euro für den Neubau einer Schwimmhalle. In Laboe wird der

Neubau des Strand-Bades gefördert, in Ratzeburg der Neubau des Aqua-SiWa.

Wedel erhält Unterstützung für den Umbau der Badebucht inklusive eines

Lehrschwimmbeckens. Hinzu kommen 4 Millionen Euro für die Sanierung des

Landesleistungszentrums in Malente.

Damit entstehen rund 1.570 Quadratmeter zusätzliche Wasserfläche für den

Schwimmsport in Schleswig-Holstein, dem Land zwischen den Meeren.

Das ist ein starkes Signal für den Schwimmsport, für die Schwimmausbildung und für

die Sicherheit unserer Kinder. Dafür gebührt Innenministerin Magdalena Finke und

allen Beteiligten ausdrücklicher Dank.

Denn eines eint uns doch alle in diesem Haus: Wir wollen, dass jedes Kind in

Schleswig-Holstein sicher schwimmen lernt. Und genau deshalb handelt diese

Landesregierung!

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, gleichzeitig sollten wir die Debatte ehrlich führen.

Ja, der Sanierungsbedarf vieler Schwimmstätten ist erheblich. Ja, zahlreiche Bäder

stehen unter wirtschaftlichem Druck. Ja, mancherorts fehlen Wasserflächen für

Vereine, Schulen und Schwimmkurse.

 

Aber ebenso klar ist: Bau, Betrieb und Unterhaltung kommunaler Schwimmstätten

sind in erster Linie Aufgaben der Kommunen. Wer heute den Eindruck erweckt, das

Land könne sämtliche Investitionen übernehmen, verschweigt die tatsächliche

Aufgabenverteilung. Die Wahrheit ist doch: Das Land unterstützt die Kommunen so

intensiv wie nie zuvor!

Allein über das IMPULS-Programm sind seit 2015 rund 16 Millionen Euro in 119

Maßnahmen zur Sanierung und Modernisierung kommunaler Sportstätten geflossen.

Über den kommunalen Finanzausgleich stellt das Land Jahr für Jahr weitere 7,5

Millionen Euro für unsere Schwimmstätten bereit.

Mit der Schwimmlernoffensive Schleswig-Holstein wurden zwischen 2019 und 2025

rund 1,6 Millionen Euro investiert. Auch künftig werden DLRG, Schleswig-

Holsteinischer Schwimmverband und DRK-Wasserwacht auf hohem Niveau

unterstützt.

Und nun kommen weitere 25 Millionen Euro aus dem Infrastruktur-Sondervermögen

hinzu. Diese Mittel werden gezielt dort eingesetzt, wo zusätzliche Wasserflächen

entstehen, wo weiße Flecken geschlossen werden und wo Schwimmunterricht sowie

Vereinsarbeit nachhaltig gestärkt werden.

 

Hinzu kommen die Fördermöglichkeiten des Bundes – etwa über die sogenannte

Sportmilliarde oder das Programm zur Sanierung kommunaler Sportstätten –

Schwerpunkt Schwimmstätten. Auch die Mittel aus dem Sondervermögen – also von

den 62,5 Prozent – können die Kommunen nach eigenen Schwerpunkten einsetzen:

selbstverständlich auch für Schwimmstätten.

Mit anderen Worten: Das Land reicht den Kommunen nicht nur die Hand – es packt

kräftig mit an.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wer die Fakten betrachtet, erkennt: das Engagement

von Landesseite für die Schwimmförderung ist groß.

Erfolgreiche Sport- und damit auch Schwimmpolitik braucht starke Partner: engagierte

Kommunen, ein unterstützendes Land und – wo möglich – auch den Bund. Deshalb

sollten wir weniger darüber diskutieren, wer die Verantwortung auf den anderen

schieben kann.

 

Entscheidend ist doch, dass wir gemeinsam dafür sorgen, dass Kinder schwimmen

lernen, Vereine gute Bedingungen vorfinden und unsere Schwimmstätten auch künftig

lebendige Orte des Sports, der Gesundheit und des gesellschaftlichen Miteinanders

bleiben.

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