Wieder mehr Wettbewerb bei den Bundesjugendspielen

Published15. Juni 2026

AuthorMartin Balasus

Views6

Martin Balasus, sport- und bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion,
freut sich über die Entscheidung der Kultusministerkonferenz (KMK), den Ablauf der
Bundesjugendspiele zu reformieren und damit einen leistungsorientierten Sport
Wettkampf erneut in den Vordergrund zu stellen. Hierzu erklärt er:

„In den allermeisten Bereichen des Lebens ist Konkurrenz prägend, insbesondere im
Beruf. Wo es einen Gewinner gibt, ist ein anderer immer der Zweite. Es ist sinnvoll,
dass Kindern dies beim Sport vermittelt wird und auch, wie man damit umgeht, einmal
nicht an erster Stelle zu stehen“, sagte der ausgebildete Studienrat Balasus.
Angedacht sei, für Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen, dass in
den Disziplinen Leichtathletik und Schwimmen der klassische Wettkampfmodus
künftig wieder Einzug halten könnte, sofern die Schulen das beschließen. Sprung
und Wurfweiten, Lauf- und Schwimmzeiten werden exakt und vergleichbar gemessen.
Spielerische Alternativen von Bewegungs-Events ohne Punkte-Ranking könnten dann
der Vergangenheit angehören.

„Für diese wegweisende Entscheidung hat die KMK eine Ehrenurkunde verdient. Ich
liege da komplett auf einer Linie mit unserer Bundesbildungsministerin Karin Prien.“
Schule müsse jungen Menschen vermitteln, mit Rückschlägen und Misserfolgen
konstruktiv umzugehen. Die Fähigkeit, Frustrationen auszuhalten und aus
Niederlagen zu lernen, sei eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Kinder zu
resilienten und selbstbewussten Erwachsenen werden. Balasus hatte bereits bei
Einführung der jetzt wieder zur Disposition stehenden Regelung Bedenken geäußert
und sieht sich bestätigt:

„Es war eindeutig eine sportliche Fehlentscheidung und eine pädagogisch zumindest
zweifelhafte. Es gilt nach wie vor: Man kann Kinder nicht vor allen Enttäuschungen
des Lebens schützen. Das darf man auch nicht, denn sie sind ein wichtiger Teil der
Persönlichkeitsentwicklung. Es ist dann Aufgabe der Pädagoginnen und Pädagogen,
enttäuschten Kindern genau dies zu vermitteln und eventuelles Mobben der
Klassenkameradinnen und -kameraden ebenfalls zu thematisieren.“
Balasus abschließend: „Jetzt bei der Fußball-WM stehen auch nicht die Kicker auf
dem Platz, die am traurigsten gucken, sondern es sind die Besten der Besten. Und
durch Wettbewerb im Training und bei Spielen, in denen Tore und Punkte zählen,
sind sie es geworden.“

Neueste Beiträge
Beiträge durchsuchen
Teilen Sie diesen Artikel!